So

05

Feb

2017

Hockey, Kunst und Geocaching: Jahreswechsel in Toronto

Es war einiges los in den vergangenen Wochen. Da wird es  mal wieder Zeit für ein kurzes Lebenszeichen.

Eishockey: Die Junioren-Teams von Kanada und der Schweiz spielten in Torontos Air Canada Centre gegeneinander.
Eishockey: Die Junioren-Teams von Kanada und der Schweiz spielten in Torontos Air Canada Centre gegeneinander.

Hockey und Geocaching zum Fest

Kurz vor Weihnachten begann in Montreal und Toronto die Junioren-Weltmeisterschaft im Eishockey. Das war für viele Fans eine gute Gelegenheit, grossen Sport mal zu erschwinglichen

Zu Weihnachten gab es auch ein Geocaching-T-Shirt.
Zu Weihnachten gab es auch ein Geocaching-T-Shirt.

Preisen zu erleben.

 

Ich habe bei Spielen der kanadischen und russischen Mannschaft den Eindruck gewonnen, dass sich beide Länder in den nächsten Jahren auf viel Verstärkung für ihre A-Teams freuen können.

 

Das Finale verloren die Kanadier leider gegen die Nachbarn aus dem Süden, was sich etwa so anfühlt, wie wenn Deutschland im Fussball gegen Holland verlieren würde. ;-)

Späte Bescherung und Festivitäten im Januar

Die weihnachtliche Bescherung gab es dieses mal in Etappen, weil die kanadische Post mit der Auslieferung von Paketen doch etwas überfordert war. Als erstes kam ein Päckchen mit einem

Bereit für Festivitäten im Januar.
Bereit für Festivitäten im Januar.

Geocaching T-Shirt an, während das Familien-Weihnachtspaket aus Deutschland fast einen Monat am Flughafen Toronto fest hing. Dank Nachforschungsauftrag kam es dann doch an, und so gab es nochmal Weihnachtsstimmung im Januar.

 

Zu Feiern gab es im Januar auch noch eine Hochzeit. Dabei zeigten das Paar und Gäste kanadisch zwanglos: Wenn die Reden kurz, die Anekdoten lustig, das Essen gut und die Musik tanzbar ist, dann gibt es auch tolle Stimmung. Kurzum, das war eine rundum gelungene Veranstaltung mit Gästen aus einem guten Dutzend unterschiedlicher Nationen. Willkommen in Kanada.

 

 

Auf der Arbeit gab es auch etwas Interessantes zu sehen: Eine Ausstellung mit Bildern aus Neufundland. Beim Betrachten der Werke sagte ich mir mehr als einmal: Schau an, genau dort war ich doch letzten Sommer!

 

Der Februar wird ein sehr geschäftiger Monat werden, da bleibt abzuwarten, wieviel Zeit für Winter-Abenteuer bleibt. Aber wenn es etwas zu berichten gibt, melde ich mich natürlich wieder.

 

In diesem Sinne:

 

Bis bald!

 

Sekt-Glas und Käseplatte auf einer Silvester-Feier in Toronto.
Silvester-Party in Toronto.

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So

18

Dez

2016

Winteranfang in Toronto

Ja, die kalte Jahreszeit hat begonnen. Die ersten Schneeflocken haben wir schon gesehen, und dank Temperaturen unter Null blieben sie auch liegen. Und Weihnachten rückt immer näher.

Weihnachtszeit in Toronto: Beim Toy Drive werden Spielzeugspenden für Kinder aus armen Familien gesammelt.
Weihnachtszeit in Toronto: Beim Toy Drive werden Spielzeugspenden für Kinder aus armen Familien gesammelt.

Singen und Sammeln in der Weihnachtszeit

Weihnachten geht natürlich auch an der Arbeitsstelle nicht spurlos vorbei. Immer wieder gibt es Flohmärkte, Backwettbewerbe und andere Aktionen, die zum einen Weihnachtsstimmung verbreiten, aber mit ihren Erlösen auch mildtätigen Organisationen helfen. Bei der jährlichen 

Weihnachten in Toronto: Während der Spielzeug-Spendensammlung singt der Mitarbeiter-Chor.
Weihnachten in Toronto: Während der Spielzeug-Spendensammlung singt der Mitarbeiter-Chor.

Spielzeug-Spendensammlung kam ebenfalls wieder ordentlich was zusammen.

 

Der Mitarbeiter-Chor sang ein paar Weihnachtslieder, und der örtliche Parlaments-Abgeordnete verbreitete mit einer rührenden kleinen Dankesrede ordentlich Festtagsstimmung.

 

So kann Weihnachten kommen! Langsam bekommen wir ja auch die passenden Temperaturen. Wie üblich war der Übergang zum Winter abrupt und leicht chaotisch.

 

Der erste richtige Schneefall bedeutete auch dieses Jahr wieder viel Abenteuer für die Berufspendler mit Verkehrsstaus, Zugausfällen etc. Dank der zunächst jedoch milden Temperaturen kam aber auch für Fussgänger keine Langeweile auf. Schneematsch und überfrorene Gehwege sorgten für allerlei unfreiwillige Akrobatik auf dem Weg zur Arbeit. 

 

 

Letzte Woche haben wir dann auch die Firmen-Weihnachtsfeier gut überstanden, und damit geht der Blick nun endgültig gen Weihnachten. Ich freu' mich drauf und wünsche

 

Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und viel Glück im neuen Jahr!

 

Weihnachten in Toronto: Winterstimmung vor dem Parlamentsgebäude.
Weihnachten in Toronto: Winterstimmung vor dem Parlamentsgebäude.

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So

27

Nov

2016

Herbst 2016: Viel beschäftigt in Toronto

Frohen ersten Advent! Seit dem letzten Beitrag ist etwas Zeit vergangen, und es wird mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen. In diesem Herbst gab es viel zu tun, aber auch einiges zu sehen.

 

Herbst in Toronto: Dieses Tor erinnert an einen Serengeti-Park, ist aber ein Seiteneingang zu Torontos High Park.
Herbst in Toronto: Dieses Tor erinnert an einen Serengeti-Park, ist aber ein Seiteneingang zu Torontos High Park.

Ein ereignisreicher Herbst geht zu Ende

 

In diesem Jahr schien der Indian Summer in Ontario früher einzusetzen als im Vorjahr. Es blieb auch recht lange warm, so dass man nach stressigen Arbeitstagen immer noch eine

Herbstliche Toronto Skyline mit CN Tower.
Herbstliche Toronto Skyline mit CN Tower.

entspannende Runde im Wald oder im Park drehen konnte. Dabei habe ich dieses Jahr wieder viel Orange wahrgenommen.

 

Inzwischen haben die meisten Bäume aber die Blätter abgeworfen, und es naht die nächste Jahreszeit. Wenn die etwas ruhiger und besinnlicher ausfällt, werde ich mich auf keinen Fall beschweren.

 

Termine, Termine, Termine - In diesem gab es einiges für mich zu erledigen, und auch auf der Arbeit ging die Post ab.

Herbst in Toronto - Stress auf der Arbeit

 

Im Herbst ist für gewöhnlich auf unserer Arbeitsstelle besonders viel zu tun, und gelangweilt haben wir uns auch dieses Jahr nicht. Mir gefällt aber sehr gut, wie die Kollegen einfach 

Auf einer Schultafel sind mit Kreide gezeichnet: Ein Mensch, der anstelle eines Gesichts ein Buch hat, daneben steht geschrieben "Facebook", und ein Mensch, der den ganzen Oberkörper voller Zahlen hat: Jemand, auf den man zählen kann.
Humor auf der Arbeit: Hier sind kreative Kollegen am Werk.

Dinge mit Humor nehmen, die man ohnehin nicht ändern kann.

 

Unausweichlich ist in der Vorweihnachtszeit auch der Ansturm der Spendensammler. Der geht natürlich auch an uns nicht vorbei und kann manchmal schon etwas nerven.

 

Meine Arbeitskollegen sammeln übrigens auch, allerdings haben sie eine unterhaltsame Alternative am Start. Einige von ihnen spielen nämlich in Bands, und so organisierten Hobby-Musiker aus unterschiedlichen Abteilungen ein Benefizkonzert, aus dem der Erlös einer gemeinnützigen Organisation in Toronto zufloss. 

 

Konferenz in der Toronto Reference Library

 

Die Arbeit führte mich auch mal wieder in meine Lieblings-Bibliothek, die Toronto Reference Library. Das Gebäude ist nicht nur optisch ein Hingucker, sondern hat neben einer riesigen Literatur-Auswahl auch extrem fähige Bibliothekare zu bieten. In den zahlreichen

 

 

Tagungsräumen finden immer wieder Veranstaltungen statt (wie z.B. die Tüftler- und Bastlermesse Mini Maker Fair). Diesmal gab es eine interessante Konferenz über Marketing im Informationszeitalter. Unter den Vortragenden war auch die Kreativ-Chefin hinter Ontarios neuer Tourismus-Kampagne. Sie erklärte die Gedanken hinter der Strategie, das Reiseziel Ontario mit Hilfe von Rätseln zu vermarkten. Bin mal gespannt, wie gut das praktisch funktioniert.

   

Besuch in Mississauga

 

Eine weitere denkwürdige Erfahrung war mein Kurzbesuch in Mississauga. Anlass war ein Behördentermin zu früher Morgenstunde. Um rechtzeitig anzukommen, musste ich quasi schon

Beim Frühstück in Kanada ist Ahornsirup natürlich Pflicht.
Beim Frühstück in Kanada ist Ahornsirup natürlich Pflicht.

vor dem Aufstehen losfahren. Warum die Beamten auf dieser Uhrzeit bestanden, erschliesst sich mir nicht ganz, aber egal.

 

Alles lief reibungslos, und nun stand ich am frühen Morgen in einer fremden Stadt. Kanada ist aber immer auch, was man selbst draus macht, und so nutzte ich die Gelegenheit für ein ausgiebiges Frühstück.

 

Gestärkt mit Pfannkuchen und ausreichend Ahornsirup hatte ich genügend Energie für einen Rundgang durch den hübschen kleinen Stadtteil Streetsville. Die Zeit reichte dann auch noch für ein Eis, bevor es wieder gen Toronto ging.

 

 

Alles in allem war es ein sehr ereignisreicher und interessanter Herbst. Langsam, aber sicher kündigt sich nun auch diese andere Jahreszeit an, die ich hier nicht namentlich erwähnen möchte. Und so nutze ich gerne die Gelegenheit und wünsche allen schon mal eine frohe Weihnachtszeit.

 

Bis bald!

 

Herbst in Toronto: Abendstimmung an der University of Toronto.
Herbst in Toronto: Abendstimmung an der University of Toronto.

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Sa

27

Feb

2016

Winter, Wasser, Feuerwehr: Ein denkwürdiger Feiertag in Toronto

In der letzten Zeit lagen Licht und Schatten, Hitze und Kälte, Freud und Leid so dicht beisammen wie lange nicht mehr. Hier ist mein Rückblick auf bewegte zwei Wochen.

 

Winter 2016: Die Feuerwehr von Toronto im Einsatz in einem Wohnhaus.
Winter 2016: Die Feuerwehr von Toronto im Einsatz in einem Wohnhaus.

Rohrbruch bei -25°C: Nächtlicher Spass für die ganze Familie

In Kanada können die Temperaturen zwischen Sommer und Winter bekanntlich ganz schön schwanken. Das verlangt Mensch und Material verständlicherweise einiges ab. So wie  in 

Die Feuerwehr von Toronto im Feiertags-Einsatz.
Die Feuerwehr von Toronto im Feiertags-Einsatz.

den letzten Wochen, als wir innerhalb von zwei Tagen eine Schwankung von 30 Grad erlebten.

 

Ausgerechnet am "Family Day" Feiertags-Wochenende hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, eine gar nicht so untypische Kanada-Erfahrung zu machen: Einen winterlichen Rohrbruch im Haus.

 

Mitten in der Nacht schrillte die Sirene, und alle Hausbewohner mussten sich bei eisiger Kälte im Freien versammeln, während die Feuerwehr das Gebäude evakuierte, weil das geplatzte Heisswasser-Rohr derart viel Dampf produzierte, dass es den Menschen nicht nur die Sicht, sondern auch den Atem nahm.

 

 

Dank des zügigen Handelns aller Beteiligten wurde niemand verletzt, mehrere Wohnungen wurden aber leider dennoch überflutet. Unser Wohnzimmer stand leider auch unter Wasser, aber mit einer unfreiwilligen Nachtschicht konnten wir durch Handarbeit und maschinelle Hilfe die Wohnung schnell wieder trocken legen. Insgesamt betrachtet hatten wir unfassbares Glück, dass wir die Sache beinahe unbeschadet überstanden haben.

 

Winter 2016 in Toronto: Warm und kalt im Wechsel

 

Wenn in so einer Situation die Heizung ausgefallen und das Wasser in der Wohnung gefroren wäre, hätte man ja den Hauptgewinn gezogen. So richtig gefordert war die Heizung in diesem Winter allerdings nicht. Es war in Toronto überwiegend trocken bei durchgehend um die null Grad. Lediglich an wenigen ausgesuchten Tagen meldete sich der Winter mit drastischen

 

Temperatur-Einbrüchen zu Wort. Aber ohne Schnee macht Winter halt weniger Spass. Aber das sehen die Menschen in den traditionell schneereichen Regionen Kanada's vielleicht anders ;-)

 

Residential Schools - Ein schwieriges Kapitel kanadischer Geschichte

CBC-Moderator Wab Kinew machte in Toronto Station für einen beeindruckenden Vortrag über indianische Kultur und das bedrückende Erbe der Residential Schools.
CBC-Moderator Wab Kinew machte in Toronto Station für einen beeindruckenden Vortrag über indianische Kultur und das bedrückende Erbe der Residential Schools.

 

Eine schwer beeindruckende Erfahrung war dieser Tage der Vortrag des CBC-Moderators Wab Kinew über die Kultur der kanadischen Ureinwohner und das Erbe der sogenannten "Residential

Inuit-Kunst in Toronto.
Inuit-Kunst in Toronto.

Schools". Hinter dieser unverfänglichen Bezeichnung verbirgt sich für viele kanadische Ureinwohner die Wurzel vieler Übel, mit denen sie heute leben müssen.

 

Seit dem 19. Jahrhundert wurden überall in Kanada Indianer-Kinder in Internatsschulen gepfercht. Das geschah oft auch gegen den Willen der Eltern, weil die staatlichen und kirchlichen Schulbetreiber den ursprünglichen Bildungsauftrag schnell beiseite legten. Stattdessen nutzen sie diese Schulen als Konvertierungs-Instrument, mit denen den "Wilden" das Indianersein für immer ausgetrieben werden könnte. Das führte dazu, dass heute lebende Indianer zum Teil in der sechsten und siebten Generation ohne Kontakt zu ihren Eltern aufwuchsen. Stattdessen waren nicht wenige in ihrer Kindheit und Jugend täglich Züchtigungen, Demütigungen und jeder vorstellbaren Art von Missbrauch ausgesetzt. Knapp vier Prozent der Indianerkinder überlebten

 

die "Wohltaten" der weissen Erziehung nicht. Die letzte dieser Schulen schloss erst 1997, und erst im letzten Jahr wurde dieses lange totgeschwiegene Thema von der Truth and Reconciliation Commission in die breite kanadische Öffentlichkeit getragen. Der Weg zur Versöhnung und Wiedergutmachung wird ein langer werden, aber es gibt ermutigende Anzeichen dafür, dass die neue kanadische Regierung es ernst damit meint.

 

Kaffee und Entspannung in einer anstrengenden Woche

 

Zum Glück gab es in der letzten Zeit nicht nur schwierige Tage. Bei einem Treffen mit Freunden in einem Brettspiel-Cafe konnte ich mal den Stress abschalten und einfach nur Spass haben. 

Brettspiel und Kaffee - Manchmal ist Entspannung  einfach.
Brettspiel und Kaffee - Manchmal ist Entspannung einfach.

Momentan läuft auch wieder die Gewinn-Aktion von Kanadas Imbiss-Kette Tim Hortons, bei der man den Rand der Kaffeebecher aufrollt, um festzustellen, ob dort Gewinnbenachrichtigungen zu finden.

 

Bis auf einen Gratis-Donut konnte ich da zwar nichts einstreichen, aber darüber war ich nicht traurig. Auf der Arbeit gab es sehr erfreuliche Nachrichten, und wir hatten trotz Stress genug Zeit, eine lang-gediente Mitarbeiterin zünftig in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden. Die Kollegen tafelten wieder unfassbar lecker auf, und selbst die langen Reden waren gut. Da flossen auch einige Tränen. Der inoffizielle Teil der Veranstaltung fand dann noch in einer Bar statt und zog sich, ehm, doch ganz schön lange hin.

 

Und warum auch nicht. Das ist eine durchaus angemessene Art, eine stressige Zeit ausklingen zu lassen, finde ich... ;-)

 

Video zum denkwürdigen Family Day 2016

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So

29

Nov

2015

Cavalcade of Lights in Toronto: Schlittschuhlaufen unterm Weihnachtsbaum

Frohen ersten Advent! Gestern wurden mit einem Feuerwerk vor dem Rathaus von Toronto offiziell der Weihnachtsbaum und die öffentliche Eisbahn in Betrieb genommen.


Cavalcade of Lights in Toronto: Die Adventszeit ist eingeläutet.
Cavalcade of Lights in Toronto: Die Adventszeit ist eingeläutet.

Eisbahn, Weihnachtsbaum und Feuerwerk vor Torontos City Hall


Mit dem Cavalcade of Lights-Feuerwerk ist die Weihnachtszeit nun endgültig in Toronto angekommen. Santa Claus schaut mit seiner Parade ja traditionell schon Mitte November 

Der Weihnachtsbaum vor Torontos Rathaus  steht bereit.
Der Weihnachtsbaum vor Torontos Rathaus steht bereit.

vorbei. Aber erst zum Dezember hin bewegen sich die Temperaturen in den weihnachtlichen Bereich.

 

Dann können auch die öffentlichen Eisbahnen in der Stadt in Betrieb gehen, sehr zur Freude der Bevölkerung. Schlittschuhläufer gibt es in der Eishockey-Nation Kanada ja durchaus den einen oder anderen.

 

Nach einem kurzen Musikprogramm mit Weihnachtsliedern, aber auch einigen Titeln von lokalen Musiker, wurde nach einer kurzen Rede des Bürgermeisters der Baum "angezündet". Zu diesem Zeitpunkt war der Rathausplatz schon so überfüllt, dass ich an den beleuchteten Baum gar nicht mehr herangekommen bin. Aber wenigstens hatte ich einen guten Platz für das Feuerwerk ergattert.

 

Cavalcade of Lights: Der beleuchtete Weihnachtsbaum vor dem Rathaus von Toronto.
Cavalcade of Lights: Der beleuchtete Weihnachtsbaum vor dem Rathaus von Toronto.

Einkaufen am Black Friday: Schäppchenjagd in Toronto


Über dieses Wochenende zelebrieren unsere amerikanischen Freunde Thanksgiving, und das wirkt sich auch in Kanada aus. Zwar begeht man Thanksgiving in Kanada schon Mitte Oktober,

Black Friday in Toronto: Weihnachtseinkauf im Eaton Centre.
Black Friday: Weihnachtseinkauf im Eaton Centre Toronto.

der amerikanische Feiertag bringt aber auch den Kaufrausch auslösenden Black Friday mit sich, wo alle Geschäfte mit irrwitzigen Rabatten Kundschaft anlocken.


Und genau dieser Brauch setzt sich auch in Kanada durch. So richtig überzeugt bin ich davon nicht, denn von den legendären Preissenkungen habe ich gar nicht soviel mitbekommen, weil ich am Freitag brav zur Arbeit gegangen bin.


Kann natürlich sein, dass die besten Angebote tatsächlich von den Frühaufstehern abgegriffen wurden. Nun ja, eine Jacke habe ich trotzdem gefunden.


Adventszeit in Toronto: Spendenaktionen und Feiern allerorten


Ein anderer Indikator für das Bevorstehen der Adventszeit ist in Kanada, wenn die Zahl der Spendensammler, Benefizaktionen und "Social events" ins beinahe Unaushaltbare steigt.

Mein Beitrag zum "Ugly Sweater Contest" auf der Arbeit.
Mein Beitrag zum "Ugly Sweater Contest" auf der Arbeit.

Schätzungsweise 83000 wohltätige Organisationen sammeln Gelder für alle möglichen Zwecke. An manchen Tagen kann man schon das Gefühl bekommen, dass man deren Spendensammler alle gleichzeitig in Aktion erlebt hat.


Der deutlich entspanntere Teil der Adventszeit sind da die vielen "socials", die auch auf der Arbeit stattfinden. Das sind zwanglose Zusammenkünfte von manchmal nur einer Stunde, wo man sich austauscht, Selbstgemachtes mit den Kollegen teilt und den Stress mal kurz hinter sich lässt. Anlässlich so einer Veranstaltung habe ich zum ersten mal an einem "Ugly Sweater Contest" teilgenommen, bei dem man mit dem hässlichsten

 


Pullover endlich mal Komplimente gewinnen kann. "Respekt, Du siehst ja echt widerlich aus." Einige Kollegen greifen für so einen Wettbewerb tief in die Wäschetruhe und bringen Pullover zum Vorschein, die dem Auge wehtun. So musste ich also schnell erkennen, dass ich beim Wettbewerb keinerlei Siegchance hatte, bin aber trotzdem um eine interessante Erfahrung reicher. Dank unseres multikulturellen Büros gab es ausserdem von den Kollegen selbst gebackene Leckereien aus aller Herren Länder. Und schon allein dafür hat sich der Besuch gelohnt. 


In diesem Sinne: Frohen ersten Advent!


Adventszeit in Toronto: Wunderbare Dekoration im Brookfield Place.
Adventszeit in Toronto: Wunderbare Dekoration im Brookfield Place.

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Di

24

Feb

2015

Eine kleine Wintergeschichte aus Toronto

Präsente sind ja immer toll. Neulich habe ich von meiner Hausverwaltung einen Heizlüfter bekommen. Wie es dazu kam, erklärt der heutige Blog-Eintrag.

So ein Heizlüfter kann schon hilfreich sein, wenn die Heizung ausfällt. Allerdings nur, wenn man noch Strom hat.
So ein Heizlüfter kann schon hilfreich sein, wenn die Heizung ausfällt. Allerdings nur, wenn man noch Strom hat.

Praktische Ausrüstung für den kanadischen Winter

In den letzten Wochen hat der Winter dann doch so richtig Einzug gehalten in Toronto. An mehreren Tagen gab der Wetterdienst sogar Extrem-Kältewarnung. Wenn so ein Wetter 

Winter in der Innenstadt von Toronto.
Winter in der Innenstadt von Toronto.

angekündigt wird, fallen die gefühlten Temperaturen schon mal unter -30°C. Das ist dann selbst für kanadische Verhältnisse ziemlich kühl.

 

Ausgerechnet an so einem Tag erfreute meine Hausverwaltung die Mieter mit der Nachricht, dass man um Mitternacht aus Wartungsgründen (!) unbedingt die Heizung und das Warmwasser abstellen müsse.

 

Mit so etwas kann der Kanadier an sich zwar umgehen, unangenehm ist es aber doch. Und deshalb gab es als warme Geste (und vielleicht auch Wiedergutmachung) ein Heizgerät für die Mieter. Und was für eins! Als ich den Markennamen "Uberhaus" gesehen habe, konnte ich 

Kanadische Wegfahrsperre: Fahrrad im Schnee abstellen ;-)
Kanadische Wegfahrsperre: Fahrrad im Schnee abstellen ;-)

mir das Lachen doch nicht ganz verkneifen. 

Funktioniert hat das Teil aber. Ich bin am nächsten morgen zum deutschen Brunch gegangen und musste mich dort auch gar nicht aufwärmen. ;-)

 

Beim Thema Kälteschutz kann man ja bekanntlich viel Geld lassen, aber eben auch weit über's Ziel hinausschiessen. Ich habe dieser Tage ein Paar Winterstiefel für -100°C gesehen!!! Dafür darf man dann gute $200 Dollar hinlegen. Aber vielleicht tut's ein Paar Markenstiefel für -40°C auch, das ich im Angebot für $60 gesehen habe. Das kann eben jeder halten, wie er will. Und in Kanada ist das auch "voll OK". Ab einer gewissen Temperatur ist Funktionalität einfach wichtiger als Style:

 

Winterliche Fotos aus Toronto: Einfach auf die Bilder klicken.

 

Am Wochenende war ich auf einem Konzert von Nickelback. In meiner Zeit hier in Kanada habe ich ja den Eindruck gewonnen, dass sich bei dieser Band die Geister scheiden. Ich würde Nickelback zwar nicht als kanadisches Gegenstück zu Modern Talking hinstellen, aber wenn man einen Kanadier nach seiner Meinung zu dieser Truppe fragt, gibt es bei den Antworten in der Regel eben auch keine Grauzone ;-)

 

Sei's drum, ich finde die Band ganz gut. Das Konzert war jedenfalls grosse Klasse. Und deshalb will ich heute schliessen mit Worten von Sänger Chad Kroeger. Seine Anmoderation vom Wochenende könnte besser zum Thema nicht passen:

 

"Echt super, mal wieder auf kanadischem Boden ein Konzert zu spielen. Zugegeben, das ist kalter Boden. Aber das können wir doch ab, oder etwa nicht?! Übrigens: Wer hat eigentlich meinen Whiskey?"

 

Nickelback im Konzert in Toronto. Mit seiner neuen Frisur habe ich Sänger Chad Kroeger kaum wiedererkannt ;-)
Nickelback im Konzert in Toronto. Mit seiner neuen Frisur habe ich Sänger Chad Kroeger kaum wiedererkannt ;-)

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Mo

02

Feb

2015

Arbeiten in Toronto: Berufsverkehr für Fortgeschrittene

Heute war ein besonderer Tag. Auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit musste ich nicht weniger als acht überfüllte U-Bahnen abwarten, bis ich endlich in einen Zug hineinpasste?!


U-Bahn fahren in Toronto. In der Rush Hour helfen dem Stationsvorsteher manchmal nur Humor & Geduld: "Wenn Sie nicht völlig in den Zug reinpassen, steigen Sie doch bitte wieder aus."
U-Bahn fahren in Toronto. In der Rush Hour helfen dem Stationsvorsteher manchmal nur Humor & Geduld: "Wenn Sie nicht völlig in den Zug reinpassen, steigen Sie doch bitte wieder aus."

Pendeln in Kanada - Ein tägliches Abenteuer

Mit Blick auf dieses Erlebnis will ich dem Thema Berufs-Pendeln in Kanada mal wieder ein paar Zeilen widmen. Lange Arbeitswege gehören in kanadischen Grossstädten ja zum Alltag. Im GTA

Wintermorgen in Toronto: Im Schneetreiben zur Arbeit.
Wintermorgen in Toronto: Im Schneetreiben zur Arbeit.

 ("Greater Toronto Area") ist es überhaupt nicht ungewöhnlich, morgens und abends zwischen ein und zwei Stunden zu pendeln. Stellenausschreibungen für den öffentlichen Dienst zum Beispiel berücksichtigen Bewerber mit einem einfachen Anreiseweg von bis zu 125km!

 

In Kanada hat man halt ein anderes Verhältnis zu Entfernungen. Ich habe bei der Wohnungssuche die Nähe einer U-Bahnlinie bewusst gesucht. Damit fahre ich im Sommer ausgezeichnet und schaffe es auch schon mal in 25 Minuten von der Haustür bis ins Büro. Die Rush-Hour ist zu jeder Jahreszeit 

Winter in Toronto: Strassenbahn in der Innenstadt.
Winter in Toronto: Strassenbahn in der Innenstadt.

 eine Grenzerfahrung, aber im Winter legen dann kurze, heftige Schneefälle häufig den öffentlichen Nahverkehr lahm.


Heute morgen war im Westen der Stadt kurz der U-Bahn-Verkehr unterbrochen. Das Resultat war ein Rückstau an Passagieren, den man noch eine Stunde später spürte.


Arbeitskollegen, die mit dem Auto fahren, schätzen zwar ihre Unabhängigkeit. Wirklich Zeit sparen sie dadurch aber nur, wenn sie in Regionen ohne Zuganschluss wohnen. Leider trifft das jedoch auf sehr viele Orte zu. Das Busnetz ist zwar recht engmaschig, aber wer möchte schon bei gefühlten -25°C an der Bushaltestelle warten? Also wenn ich schon

warten muss (wie heute), tue ich das lieber in einer vergleichsweise kuschelig warmen U-Bahn-Station. In der Innenstadt von Toronto kann zum Vorwärtskommen ja auch das unterirdische Wegenetz PATH benutzen. Oder man ist völlig schmerzfrei wie dieser Ski laufende Mitbürger hier. Und Recht hat er: Kanada ist schliesslich immer auch, was man draus macht!

 

Auf Skiern zur Arbeit: Auch das gibt es in der Innenstadt von Toronto.
Auf Skiern zur Arbeit: Auch das gibt es in der Innenstadt von Toronto.

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So

04

Jan

2015

Hockey, Schneematsch und Poutine

Ein neues Jahr ist angebrochen. Wir warten zwar noch auf den "richtigen Winter", aber auch das geht ja auf typisch kanadische Art und Weise. Selbst wenn nichts geht - Hockey geht immer.

 

Mein erstes Hockey-Spiel 2015 in der AHL (zweite Liga) zwischen den Teams aus Toronto und San Antonio.
Mein erstes Hockey-Spiel 2015 in der AHL (zweite Liga) zwischen den Teams aus Toronto und San Antonio.

Mit den Toronto Marlies ins neue Jahr

Herzlich Willkommen zum ersten Eintrag 2015! Ich hoffe, alle sind gut ins neue Jahr gekommen.

Duke, das Vereins-Maskottchen der Toronto Marlies.
Duke, das Vereins-Maskottchen der Toronto Marlies.

Nach einer Sylvester-Party im Freundeskreis begann 2015 für mich mit "landestypischen Aktivitäten."


Bei den Toronto Marlies sah ich mein erstes Hockey-Spiel dieses Jahres. Die Atmosphäre war wie immer sehr familiär. Nette Geste: Weil das Vereins-Maskottchen "Duke" neu gestylt worden ist, gab es die "alten" Plüschtiere zum Schleuderpreis zu kaufen. Mir nur recht ;-)


Ich hatte diesmal auch einen guten Platz dicht am Eis ergattert. So konnte ich drei Treffer quasi aus nächster Nähe verfolgen. Einziger Wermuts-Tropfen: Es waren alles Gegentore ;-) Am Ende unterlagen die Marlies den Gästen aus San Antonio in der Verlängerung mit 3:4.

Geocaching im Winter: Die ersten Funde in 2015

Das Wetter zum Jahreswechsel erlaubte auch einen Geocaching-Ausflug. Wir hatten zwar

Im gleissenden Morgenlicht leicht zu übersehen: Kleiner Geocache in einem Park in Toronto.
Im gleissenden Morgenlicht leicht zu übersehen: Kleiner Geocache in einem Park in Toronto.

schneidenden Wind, ansonsten aber kühle und trockene Witterung. Mit gutem Schuhwerk und angemessener Kleidung kann man sich da schon mal in die Natur wagen.


Mein kleines GPS-Gerät hat auch in der Kälte gut funktioniert, obwohl das Wetter für die Technik natürlich noch keinen echten Härtetest unter Extrem-Bedingungen darstellte. 


Als erste Geocaching-Amtshandlung im neuen Jahr konnte ich auch einen Travelbug auf die Reise schicken. Der Eigentümer hatte das Teil mit einem Plüschhasen aufgepeppt, durch den der Bug natürlich nett aussah, aber eben

Poutine: Nicht immer ein Genuss fürs Auge, aber lecker ohne Ende.
Poutine: Nicht immer ein Genuss fürs Auge, aber lecker ohne Ende.

auch nicht mehr in kleine und mittelgrosse Geocaches reinpasste.


Als ich also nach einer Weile mal wieder einen grösseren Cache entdeckt hatte, konnte ich den plüschigen Kollegen mit etwas Nachdruck darin unterbringen. Möge ihn der nächste Cacher dichter an sein Reiseziel bringen.


Nach getaner "Arbeit" gönnte ich mir einen Container voll franco-kanadischer Gastronomie. Poutine gilt ja beinahe als die kulinarische Rache der Quebecer, aber ab und zu kann man sich dem schon mal aussetzen. Vergessen wir auch nicht den praktischen Wert einer unfassbar öligen Pommes- und Käse-Kombination! Mit leckerer Speck-Poutine kann man beispielsweise seine in der Kälte verlorenen Kohlenhydrate locker wieder ausgleichen ;-)


In diesem Sinne: Mahlzeit!


Winter 2015 in Toronto: Schneematsch auf der Bloor Street. Gibt es den richtigen Kälteeinbruch wieder Ende Januar?
Winter 2015 in Toronto: Schneematsch auf der Bloor Street. Gibt es den richtigen Kälteeinbruch wieder Ende Januar?

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Rubrik Abenteuer - Im Winter


Blog-Archiv 2014 und 2013


Rubrik Land & Leute


Rubrik Fotos

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So

28

Dez

2014

Weihnachten 2014: Tolle Tage in Toronto

Ein schönes Fest liegt nun hinter uns. Ich habe es wieder sehr genossen. Hier ist mein kurzer Rückblick auf ein paar wundervolle Tage.


Blick auf den Weihnachtsbaum.
Blick auf den Weihnachtsbaum.

Zeit für Truthahn und Familie

Ich habe Weihnachten dieses Jahr wieder im Freundeskreis verbracht. Nachdem die Feiertage im letzten Jahr vom Eissturm begleitet waren, hatten wir diesmal ein ruhiges Fest ohne 

Weihnachten mit Truthahn und Familie
Weihnachten mit Truthahn und Familie

Störungen - aber eben auch ohne Schnee.


Das fiel bei den Feierlichkeiten im "irischen Kulturzentrum" aber gar nicht ins Gewicht. Beim zweitägigem Dauerschlemmen blieb auch genügend Zeit für selbstverständliche Besuche von und bei den Nachbarn. 


Kulinarische Grenzerfahrungen gab es auch diesmal wieder. Nach zwei Tagen Truthahn und Whiskey startete ich zum Wohlwollen meiner Gastgeber mit Oatmeal-Haferschleim in den Freitag: "Respekt, ich kenne sonst keinen Deutschen, der sich das Zeug freiwillig reinzieht." Mit genügend Ahorn-Sirup (was auch sonst) war das Gemisch aber gar nicht so übel.


Fotos zu Weihnachten 2014 in Toronto

 

Der Plum-Pudding war auch dieses Jahr wieder eine feurige Angelegenheit. Ein bisschen schwer, aber sehr schmackhaft. Die Bescherung fiel wie abgesprochen diesmal etwas kleiner aus, aber dennoch gab es für jeden tolle kleine und auch ein paar grössere Geschenke. 

 

Fazit:

Ein rundum tolles Fest. Danke P & M für Eure Gastfreundschaft und wunderbare Tage!

 

Zu Weihnachten hängen die Socken am Kamin.
Zu Weihnachten hängen die Socken am Kamin.

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So

07

Dez

2014

Märkte, MUJI und Modelle: Adventszeit in Toronto

Frohen zweiten Advent! So langsam gehen die Weihnachtsvorbereitungen in die heisse Phase. Da ist in unserer Stadt natürlich einiges los. Hier sind wieder ein paar Bilder:


Christmas market in Torontos Distillery District.
Christmas market in Torontos Distillery District.

Weihnachtsmarkt im Distillery District von Toronto

Lebkuchenhaus auf dem Weihnachtsmarkt von Toronto.
Lebkuchenhaus auf dem Weihnachtsmarkt von Toronto.

Sehr zur Freude der deutschen Community gibt es in den Gassen von Torontos Distillery District auch dieses Jahr wieder den Christmas Market zu sehen.


Von der Grössenordnung her ist das Ganze noch keinesfalls mit deutschen Weihnachtmärkten zu vergleichen. Aber die vielen kleinen Buden erfreuen sich bei einem immer grösseren Publikum grosser Beliebtheit. Daumen drücken - Dann setzen sich Glühwein und Bratwurst auch hier durch.

Grosser Andrang bei der MUJI-Eröffnung in Toronto

Anstehen bei der Eröffnung der MUJI-Filiale in Toronto.
Anstehen bei der Eröffnung der MUJI-Filiale in Toronto.

Wenn man alle asiatischen Einwohner Torontos auf einem Haufen sehen will, geht man am besten im Sommer zum Drachenbootrennen. Kürzlich gab es aber auch eine winterliche Gelegenheit:


Als die Toronto-Filiale der japanischen Warenhauskette MUJI eröffnete, gab es vor dem Geschäft noch Tage später Warteschlangen voller kauflustiger Kunden.


Wenn ich den Laden mit einem Satz beschreiben sollte, würde ich sagen: Das ist IKEA auf japanisch, nur dass hier keine Möbel verkauft werden. Stattdessen gibt es zahllose Wohn-Zubehör-Artikel in einem schnörkellosen Design, das mir sehr gut gefallen hat. 

Toronto Mini Maker Faire: Bastel-Ideen für Gross und Klein

Genau rechtzeitig zur Weihnachtszeit gab es in der Toronto Reference Library eine tolle Ausstellung für Bastler aller Altersgruppen.

 

Von Drachen- und Modellbauern über Roboter-Tüftler bis hin zu Kostümmachern war alles am Start. Mir hat sehr gefallen, dass es viele Mitmach- und Probiergelegenheiten für Kinder gab.

 

Ein besonderer Erfolg war das Event für meine Kollegin Kirstin. Sie hatte ja schon auf der FanExpo mit ihren selbstgemachten Steampunk-Kostümen für Aufsehen gesorgt. Auf dieser Messe nun wurde sie von den Organisatoren mit dem Preis für den besten Messestand ausgezeichnet. Wohlverdient, möchte ich hinzufügen. Glückwunsch!

 

Fotos von der Toronto Mini Maker Faire: Einfach auf die Bilder klicken

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Mo

17

Nov

2014

Santa Claus ist in der Stadt: Weihnachten kann kommen

Kalt war es, aber es gab schöne Dinge zu sehen: Gestern erlebten wir die 2014er Ausgabe der Santa Claus-Parade in Toronto.

Santa Claus auf seiner jährlichen Parade in Toronto.
Santa Claus auf seiner jährlichen Parade in Toronto.

Die offizielle Parade zum weihnachtlichen Kaufrausch

Bei der jährlichen Santa Claus-Parade sind Mitte November in Toronto Tausende auf den Beinen - sowohl im Festzug als auch an der Strecke. Zahllose Motivwagen aller möglichen 

Echt süss: Santa Claus Parade in Toronto.
Echt süss: Santa Claus Parade in Toronto.

Sponsoren drängen sich zwischen Marschkapellen und Kostümgruppen aus ganz Ontario.

 

Ist November nicht ein wenig früh für eine Weihnachtsparade? Eigentlich schon, andererseits kann der Handel seine Kundschaft natürlich nicht früh genug in Kauflaune bringen. Nicht umsonst war das Warenhaus Eaton Begründer der Parade - und das schon 1913.

 

Ein weiteres Argument für den Zeitpunkt November ist allerdings auch das Wetter. Hier ist es zwar auch schon kühl (gestern hatten wir knapp unter null Grad), aber doch insgesamt sehr erträglich. Wer sich bei -30°C bei einer Parade

die Beine in den Bauch stehen will, fährt einfach nach Quebec. (Der Winter-Karneval lässt grüssen...)

 

Aus praktischer Sicht leuchtet mir auch völlig ein, dass Santa schon so zeitig die Wunschzettel abholt: Er hat ja schliesslich alleine innerhalb Kanadas jede Menge Wegstrecke zurückzulegen.

 

Gestern schien Santa ganz "amused", und die Stimmung auf der Parade war auch prächtig.

 

Bilder von der Santa Claus Parade in Toronto


Mir selber haben zwei Stunden an der Strecke völlig gereicht. Mit passender Kleidung lassen sich ja auch Minusgrade gut aushalten. Und wenn einem schon bei dieser Parade kalt wird, weiss man wenigstens, was man dem Weihnachtsmann unbedingt auf den Wunschzettel schreiben sollte...


Parade in Toronto: Frau Claus war diesmal auch am Start.
Parade in Toronto: Frau Claus war diesmal auch am Start.

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Do

30

Okt

2014

Halloween steht vor der Tür

Gross und Klein sind dieser Tage aufgerufen, sich in Verkleidung zu werfen. Mir entzieht sich der Zauber von Halloween zwar etwas, aber dran vorbei komme ich deshalb noch lange nicht.


Kneipen-Deko zu Halloween
Kneipen-Deko zu Halloween

Letzte Vorbereitungen in Toronto

In der Kneipe hängen plötzlich überall Spinnweben von der Decke. Überdimensionale Krabbelviecher hängen überall herum. Nahe der Theke steht eine lebensgrosse Hexe. Nein, wir 

Kindgerechte Halloween-Deko am Supermarkteingang.
Kindgerechte Halloween-Deko am Supermarkteingang.

sind hier nicht im Mittelalter, sondern in Toronto am Vorabend von Halloween.


Die Supermärkte ziehen natürlich mit, gilt es doch Süsswaren aller Art für die abendlichen kleinen Sammler zu verkaufen. Aber da ist noch lange nicht Schluss. Beim Einkaufsbummel findet man im Laden durchaus auch Kostüme und Utensilien, die grosse Kinder für Parties "brauchen."


Abgetrennte Hände und Füsse sind zum Teil schon für 2 Dollar zu haben. Echtes Schnäppchen. Man weiss ja auch nie, wann man so was mal braucht. Wirklich "eingefleischte" Grusel-Fans hatten am Wochenende beim Zombie-Walk ihre grosse Stunde.


Das hat Hand und Fuss: Utensilien aller Art für die Halloween Party in Toronto.
Das hat Hand und Fuss: Utensilien aller Art für die Halloween Party in Toronto.


Beim Toronto Zombie Walk liefen jede Menge schaurige Gestalten durch die Stadt. Die besten Kostüme wurden auch prämiert. Wer wollte, konnte sich auch vor Ort als Zombie zurecht machen lassen. Das ist aber zugegebenermassen nicht ganz meine Wellenlänge. Letztes Jahr


Ein paar Fotos zu Halloween und dem Toronto Zombie Walk


gab es an Halloween beispielsweise auch ein tolles Orgelkonzert. Da zeigten Lehrer und Schüler des Royal Canadian College of Organists ihr Können. Das war auch ohne literweise Kunstblut grosse Klasse. Wie immer in Toronto findet also jeder etwas nach seinem Geschmack ;-)


In diesem Sinne:


Happy Halloween!


Fingerzeig zu Halloween ;-)
Fingerzeig zu Halloween ;-)

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Sa

28

Jun

2014

Die Fussball-WM in Toronto: Ein Zwischenbericht

Wir wussten es schon längst, aber so langsam scheint es sich in Kanada herumzusprechen: Deutschland ist cool ;-) 

 

Flagge zeigen bei einer Spendenaktion in Toronto.
Flagge zeigen bei einer Spendenaktion in Toronto.

Go Germany!

Dieser Tage sehe ich in Toronto so viele deutsche Flaggen wie noch nie. Da fühle ich mich richtig heimisch! Vielleicht hängt die Germany-Euphorie damit zusammen, dass nach dem grossen

Selbst die kanadische Post fährt unter deutscher Flagge ;-)
Selbst die kanadische Post fährt unter deutscher Flagge ;-)

Favoritensterben in Brasilien die Einwanderer aus klassischen Fussballnationen wie Spanien, Italien, Portugal und England jetzt ihr Herz an eine andere Mannschaft hängen.

 

Viele Leute finden aber auch so Gefallen an der jungen, sympathischen und erfolgreichen Löw-Truppe. Und so entwickelt sich ein Trend, den alteingesessene deutsche Einwanderer mit fassungslosen Staunen zur Kenntnis nehmen: Deutsch zu sein ist momentan "hip".

 

Wie lange das nach dem WM-Finale anhält, bleibt abzuwarten. Aber wenn dem deutschen Team der grosse Wurf gelingt, kann ich mir schon vorstellen, dass da was Tolles bleibt.

 

In diesem Sinne von uns allen hier aus Kanada: Macht weiter so, Jungs! Wir drücken Euch alle Daumen, die wir haben ;-)

 

Foto-Galerie: Zum Anschauen einfach auf die Bilder klicken

Deutsches Restaurant "Musket" in Toronto's Stadtteil Etobicoke
Deutsches Restaurant "Musket" in Toronto's Stadtteil Etobicoke
Der Weltmeister-Pokal in Toronto
Der FIFA-Weltpokal zu Besuch in Toronto: Ich habe im Februar gleich mal unseren Namen draufgeschrieben ;-)

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Sa

10

Mai

2014

Wirklich lachhaft - Comedy in Toronto

So langsam hält der Frühling Einzug. Nicht mehr lang, und es beginnt die Saison für die unzähligen Open-Air-Veranstaltungen, die Toronto gross machen. Die Zeit bis dahin kann man sich allerdings mit viel Spass verkürzen.

 

Fan Fiction live on stage
Sehenswert: Bei Fan Fiction in Toronto bleibt kein Auge trocken.

 

Comedy gibt es in Toronto das ganze Jahr über zu sehen. Das Sketch-Comedy-Genre ist dabei besonders etabliert. Ich persönlich bevorzuge allerdings die Stand-up-Comedy. Hier in Kanada ist

Im Absolute Comedy Club Toronto

das gewissermassen das Ventil für all die Political Correctness des Alltags. Für zwei Stunden darf man quasi herzlich über all die Dinge lachen, die man sonst nie sagen würde. Trotzdem werden die Comedians aber niemals boshaft oder beleidigend.

 

In meinem Lieblings-Club Absolute Comedy hat auch schon Michael Mittermaier eine ungeahnte Vielseitigkeit unter Beweis gestellt: Stellenweise fast politische, scharfzüngige Stand-up-Comedy in englischer Sprache! Das ist beim kanadischen Publikum sehr gut angekommen, und gefällt mir persönlich auch deutlich besser als das Programm, das er sonst in Deutschland spielt.

Dass gute Comedians beide Genre's beherrschen, habe ich neulich bei einem Fan-Fiction-Event beobachtet. Zuerst wurden auf der Bühne Geschichten nachgespielt, die Fans für das Internet geschrieben haben. Diesmal gab es die besten - und die schlimmsten - Stories zum Thema "Harry Potter" zu sehen. Meine Güte, das ging ganz schön aufs Zwerchfell.

 

Danach gab es dann ein halbstündiges Improvisations-Stück, bei dem die Akteure auf Publikum und Regie-Anweisungen reagieren mussten. Der Schwank aus dem Eheleben von Ron Weasley war grosses Kino. So war es aber auch schon bei den Stücken zu "Battlestar Galactica" oder "Buffy". Deshalb gibt es für mich keine Frage: Ich bin nächstes mal wieder dabei.

 

Free Comic Book Day in Toronto!
FREE COMIC BOOK DAY in Toronto: Da habe ich am Samstag flugs Gratis-Literatur für mehrere Wochen abgegriffen... ;-)

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Mo

31

Mär

2014

Eine Woche voller Entdeckungen

Sonnenschein bei Plusgraden, unverhofft leckere Spezialitäten, rätselhaftes Brauchtum, eine neue Arbeitsstelle - die letzte Woche hat wieder viel Neues gebracht.

Kunst in Toronto: Manchmal ist man im falschen Film ;-)
Kunst in Toronto: Manchmal ist man im falschen Film ;-)

 

Ich bin kürzlich beruflich aufgestiegen - von der vierten in die siebte Etage. Alleine dadurch 

gibt es naürlich viel Neues zu entdecken, und die erste Woche am neuen Arbeitsplatz ging schnell vorbei. Meine Kollegen haben mich direkt in eine Bürotradition einbezogen. Am letzten Freitag des Monats wird immer irgendein besonderer Anlass zelebriert. Diesmal fielen der "Monat des Koffein-Bewusstseins" (sowas gibt's) und der "Dinge am Stiel"-Tag (sowas gibt's auch) zusammen. Und das wurde im Besprechungsraum mit Gebäck, Eis und Getränken gefeiert.

Am Samstag habe ich dann weitere Entdeckungen gemacht. In der St. Lawrence Markthalle gibt es jede Menge Fleisch- und Käseprodukte, die sonst in Toronto schwer zu bekommen sind. Dazu noch Souvenirs, Gewürze, Süsswaren und eine gute Bäckerei. Da ist es kein Wunder, dass man in der Markthalle vor Besuchern kaum treten kann.

 

Bei einem Rundgang mit deutschen Freunden haben wir auf dem St. Lawrence Market ein "Burger"- Frühstück eingelegt. Eine sehr gute Entscheidung. Das Fleisch erinnerte an Kassler in ganz zarten Scheiben. Lecker Senf dazu - Ein Traum! 

Kulinarische Reise durch Kanada auf dem St. Lawrence Market in Toronto
Kulinarische Reise durch Kanada auf dem St. Lawrence Market in Toronto

 

Was wir in Ontario schon lange vermisst haben, ist die Kombination aus Sonnenschein und Plusgraden. Ich habe dieses seltene Ereignis sofort genutzt, um meinen ersten Geocache des Jahres zu finden. Zuvor bin ich schon einige male erfolglos in Sachen Geocaching unterwegs gewesen. Einmal habe ich das vermeintliche Versteck zum Beispiel wegen einer Eisschicht gar nicht öffnen können. Solche Probleme gehören jetzt aber der Vergagngenheit an, hoffe ich. Ich bin bereit für den Frühling. Die Spiele können beginnen... ;-)

Stadtbild mit Geocache ;-)
Stadtbild von Toronto mit Geocache ;-)

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Fr

21

Mär

2014

"Ride the rocket": U-Bahn fahren im Grenzbereich

Wie viele Leute kann man eigentlich gleichzeitig in einen U-Bahn-Wagon quetschen? Dieser Frage gehen in Toronto jeden Morgen Zehntausende von Berufspendlern auf den Grund. Wir sind hier aber nicht etwa bei "Wetten dass...???", sonder ganz schnöde in der Rush Hour.

 

Torontos öffentlicher Nahverkehr - immer eine Reise wert

[Mit Torontos Verkehrsbetrieben (TTC) geniesst man den Spass in vollen Zügen]

In der Rush Hour ist Toronto's U-Bahn kein Platz für Leute mit Berührungsängsten. Wer um 8.30 Uhr morgens oder nach 17.00 Uhr eine Reise tut, kann viele neue Menschen kennenlernen. ;-)

Wenn zusätzlich zu den Anwohnern auch noch die Pendler aus dem Umland zur Arbeit bzw. nach Hause kommen wollen, wird es eng in Bussen und Bahnen. Es kommt dann nicht selten vor, dass man mehrere Züge vorbeifahren lassen muss, bis einer hält, in den man physisch überhaupt reinpasst.

 

Wer kann, meidet deshalb die Hauptverkehrszeit konsequent. Hat man keine Wahl, erträgt man es halt jeden Tag aufs Neue. In diesem Punkt finde ich die Geduld meiner kanadischen Mitmenschen wirklich faszinierend. Neulich blieb ich mit einem völlig überfüllten Zug fast eine Stunde zwischen zwei Stationen stecken. Keine Panik, keine Aggressionen: Man steckt da halt zusammen drin, und da kommt man auch zusammen wieder raus.

 

Was in Deutschland vermutlich zu Ausschreitungen geführt hätte, wird in Toronto zu einem Gruppenerlebnis: Die drei Studenten neben mir holten ihre Unterlagen raus und erledigten ihre Hausaufgaben, Leute unterhielten sich, lasen Bücher oder Zeitungen, wieder andere Fahrgäste teilten Schokolade mit den Umstehenden. Böse Worte? Fehlanzeige.

 

Dieses Miteinander ist es, was Kanada gross macht. Zugegeben: Mit 'nem besseren U-Bahn-Netz wäre Toronto noch weiter vorn. Aber mir gefällt es hier trotzdem ;-)

 

"Better luck next time!"  Vielleicht klappt es ja mit dem nächsten Zug...
"Better luck next time!" Vielleicht klappt es ja mit dem nächsten Zug...

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Do

06

Mär

2014

Der Hockey Sweater - Eine kanadische Geschichte

Warum für ein Kind die Welt davon abhängen kann, ob es einen roten oder einen blauen Pullover trägt, erklärt eine wunderbare kanadische Kurzgeschichte.

 

Ein Pullover mit dem Emblem der Montreal Canadiens in einem Geschäft in Toronto.
Ein Pullover mit dem Emblem der Montreal Canadiens in einem Geschäft in Toronto.

"Die Winter meiner Kindheit waren lang, sehr lang. Wir lebten an drei Orten: Der Schule, der Kirche und der Eisbahn." 

Roch Carriers legendäre Kurzgeschichte The Hockey Sweater (Le chandail de hockey) aus dem Jahre 1979.
Roch Carriers legendäre Kurzgeschichte The Hockey Sweater (Le chandail de hockey) aus dem Jahre 1979.

So beginnt Roch Carriers legendäre Kurzgeschichte The Hockey Sweater (Le chandail de hockey) aus dem Jahre 1979. Die Geschichte dreht sich um einen kleinen Jungen aus Quebec, der wie alle seine Schulkameraden einen grossen Traum hat: So Hockey spielen zu können wie die #9 der Montreal Canadiens.

 

Tag für Tag streifen sich die Jungs nach der Schule ihre roten Montreal-Sweater mit aufgenähter Nummer 9 über und üben, was das Zeug hält. Doch dann entscheidet die Mutter des Helden, beim Warenhaus einen Ersatz für den ramponierten Pullover ihres Sohnes zu bestellen. Wer beschreibt sein Entsetzen, als in dem Paket kein roter Montreal-Sweater liegt, sondern ein blauer mit dem Emblem der verhassten 

Illustration aus Roch Carriers Kurzgeschichte The Hockey Sweater (Le chandail de hockey).
Illustration aus Roch Carriers Kurzgeschichte The Hockey Sweater (Le chandail de hockey).

Toronto Maple Leafs aus der Nachbarprovinz Ontario? Wie soll der Junge nur seiner Mutter klarmachen, dass er sich in einem blauen Sweater nirgendwo sehen lassen kann? Wie erklären, dass ihm das mütterliche Argument "Aber der passt doch wie angegossen" überhaupt nicht weiterhilft?!

 

Wir können heute nicht genau sagen, wieviele kanadische Mütter durch dieses kleine Buch davon abgehalten wurden, ihren Kindern Kleidungsstücke in falscher Farbe zu kaufen. Sicher ist aber, dass die Geschichte vom "Hockey-Sweater" inzwischen in der kanadischen Volksseele verwurzelt ist. Und zwar so tief, dass Hockey spielende Kinder und ein Zitat aus dem Buch zehn Jahre lang auf der Rückseite des kanadischen 5-Dollar-Scheines zu sehen waren.

 

[Mein herzlicher Dank an P für die Inspiration!]

 

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Mo

24

Feb

2014

Bier und Gold zu früher Stunde

Das kanadische Hockey-Team hat also die Goldmedaille gewonnen. Um das miterleben zu können, mussten die Landsleute früh aufstehen.

 

Hockey sehen in Kanada: Das olympische Finale

Durch die Zeitverschiebung von Sotschi war der Spielbeginn nämlich schon um 7:00 Uhr 

In Toronto unterwegs: Gruppenerlebnis Strassenbahn.
In Toronto unterwegs: Gruppenerlebnis Strassenbahn.

morgens. Viele wollten das Spiel gemeinsam mit anderen Fans in der Innenstadt ansehen. Die erste Herausforderung: Hinkommen!

 

Vor neun Uhr läuft sonntags Torontos öffentlicher Nahverkehr auf Sparflamme. Wer sich an "Don't drink and drive" hält, hat da ein Problem (und wer sich nicht dran hält, erst recht). So waren die wenigen Nachtbusse total überfüllt, wie man auf einigen Twitter-Fotos sehen konnte.

 

Wir müssen draussen bleiben.
Wir müssen draussen bleiben.

Wer die Anreise bewältigt hatte, musste jetzt eine noch schwierigere Aufgabe lösen: Hineinkommen!

 

Die Bars und Kneipen hatten zwar fast alle geöffnet, nur platzten sie durch den Andrang aber aus den Nähten. Da muss der geneigte Hockey-Fan morgens schon mal eine Weile suchen, bis er eine Schänke findet, in die er physisch überhaupt noch reinpasst!

 

Ich weiss ja spätestens seit Weihnachten, dass man sich auf irische Gastfreundschaft immer verlassen kann. So fand ich denn einen Platz in einem kleinen Irish Pub. Bier bestellt, Jacke aufgehängt, hingesetzt, Freunde gefunden. Und Hockey geguckt.  

Fans helfen Fans ;-)
Fans helfen Fans ;-)

Das Endspiel in Sotschi hatte die kanadische Mannschaft ziemlich schnell im Griff. So herrschte im Pub schnell eine gelöste Stimmung. Da passte dann auch mal ein Gast am Thresen auf ein Kind auf, wenn Papa rauchen gegangen ist und Mama für kleine Mädchen muss.

 

Nicht nur am Thresen gab es herzliches Gelächter. "Wo hast Du denn plötzlich das Baby her???" - "Ich schätze, den Kleinen habe ich im zweiten Drittel adoptiert."

 

In Sotschi gewann die kanadische Mannschaft souverän mit 3:0. Zuvor hatte auch das Damen-Team ja bereits die Gold-Medaille abgeräumt. Damit ist die kanadische Welt in Ordnung.

 

Mein kleines Video vom olympischen Hockey-Finale Kanada - Schweden

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Sa

22

Feb

2014

Von Helden und Pokalen

Neulich bin ich auf der Arbeit ins Fettnäpfchen getreten: "Falls es Team Kanada bei Olympia ins Finale schafft, sollten wir..." - "Was heisst hier FALLS???" Meine Kollegen behielten recht. Tatsächlich ist die Mannschaft gestern ins Endspiel eingezogen.

Kanada besiegt die USA im Halbfinale des olympischen Hockey-Turniers
Kanada besiegt die USA im Halbfinale des olympischen Hockey-Turniers

Durch die Zeitverschiebung aus Sotschi war der Spielbeginn um 12 Uhr mittags. Aber wenn Team Kanada spielt, fiebert die Nation mit. Erst recht, wenn es gegen den Erzrivalen aus den USA geht. Also wird selbstverständlich mittags Hockey geguckt. Manchmal muss man halt einfach Prioritäten setzen ;-).

 

Ich war gestern auf einer Weiterbildung. Da habe ich auch wieder viel über kanadische Genialität gelernt. Wir wollten das Hockey-Spiel nämlich auch nicht verpassen. Als wir im Schulungsraum kein Fernsehbild erhielten, öffnete ein Kollege die Fernsehübertragung auf seinem Telefon. Das haben wir dann auf einen Overhead-Projektor gelegt, das Bild maximal vergrössert - und fertig war die Grossbild-Leinwand. Ganz grosses Kino...

Köpfe aus Ontario: Oscar-Preisträger Christopher Plummer hat ein Auge drauf
Köpfe aus Ontario: Oscar-Preisträger Christopher Plummer hat ein Auge drauf

Jetzt laufen die Vorbereitungen für das Endspiel am Sonntag morgen. Der Stadtrat von Toronto tut dazu das Seinige: Mit 37 gegen 4 Stimmen wurde beschlossen, den Kneipen ausnahmsweise den Alkoholausschank schon ab 7:00 Uhr früh zu erlauben. So lobe ich mir meine Volksverteter!

 

Ich war dieser Tage auch mal wieder im Parlamentsgebäude der Provinz Ontario unterwegs. Dabei bin ich eher zufällig auf eine Fotoausstellung mit Portraits markanter Persönlichkeiten gestossen. Ich habe nicht schlecht gestaunt, welch interessante Charaktere unsere Provinz hervorgebracht hat: Allein bei den Künstlern reicht die Liste von Avril Lavigne über Shania Twain bis hin zu Christopher Plummer. Da fühle ich mich doch in guter Gesellschaft.

 

Meine deutschen Wurzeln werde ich aber natürlich nie vergessen. Und so bin ich selbstverständlich hingegangen, als in Toronto der FIFA-Weltpokal präsentiert wurde. Ich habe den dann mal für uns reserviert. Jogi's Burschen müssen ihn jetzt nur noch in Brasilien abholen.

 

Liebe Nation: Es war mir ein Vergnügen... ;-)

 

Der FIFA-Weltpokal in Toronto: Ich hab das Teil mal für Deutschland reserviert ;-)

Der FIFA-Weltpokal in Toronto: Ich hab das Teil mal für Deutschland reserviert ;-)

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Sa

01

Feb

2014

Wie man im Weltraum Gitarre spielt

Diese Woche stand ganz im Zeichen der Raumfahrt. Wer hätte es gedacht: Wenn Du im Weltraum singst, hört Dich unter Umständen doch jemand!

 

So geht Raumfahrt in Kanada: Mal kurz die Beine vertreten in der Kaffeepause...
So geht Raumfahrt in Kanada: Mal kurz die Beine vertreten in der Kaffeepause...

 

Dies und mehr erklärte der kanadische Astronaut Chris Hadfield auf einem Vortrag in Toronto. Hadfield wurde letztes Jahr berühmt, als er auf der Raumstation ISS vor laufender Kamera eine Cover-Version von David Bowie's "Major Tom" darbot.

 

Der 54-jährige war auch der erste Astronaut, der noch während seines Raumfluges regelmäßig Fotos und Twitternachrichten verschickte.

 

Was mich bei seinem Vortrag am meisten beeindruckt hat, ist seine selbstbewusste Bescheidenheit. Der Mann ist 21 Jahre lang in den Weltraum geflogen, aber er kommt rüber wie ein netter Nachbar. Ein Nachbar, der einen Ingenieur-Abschluss hat, fliessend Russisch spricht, mehr als 70 verschiedene Flugzeugtypen geflogen hat und auch noch gut Gitarre spielt.

 

Letzteres wussten auch einige Leute in der kanadischen Raumfahrtbehörde. Sie verschickten Noten und Text zu Hadfield's Lied "ISS" an Schulen in ganz Kanada. Als am 8. Februar 2013 die CBC mit ihrer Sendung "Music Monday" zur internationalen Raumstation schaltete, wurde das zum landesweiten Happening. Schätzungsweise 700.000 Schulkinder sangen gemeinsam den ISS-Song, auf der Gitarre begleitet von Commander Hadfield - aus dem Weltraum.

 

Auf die Frage, wie er es geschafft habe, so bodenständig zu bleiben, hatte der Nationalheld eine recht einfache Antwort. "Nun ja, da spielen meine Kinder eine wichtige Rolle. Mich interessieren ja auch Dinge, die nichts mit Raumfahrt zu tun haben.

Und wenn Sie sich mein Cottage ansehen, wissen Sie sofort, dass es für mich keinen Grund zur Überheblichkeit gibt."

 

Mein Video: Kanadas Astronaut Chris Hadfield singt seinen Song "ISS"

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Fr

24

Jan

2014

Wie Pudelmützen Leben retten - und Dirk Nowitzki seinen Turnbeutel vergass

Es war wieder kühl draussen dieser Tage. Trotzdem oder gerade deshalb konnte ich wieder interessante Beobachtungen machen.

Toque ["tuuuuk"] mit dem Logo des Hockey-Teams Toronto Marlies.
Toque ["tuuuuk"] mit dem Logo des Hockey-Teams Toronto Marlies.

Der "Toque" ist quasi ein heimliches kanadisches Markenzeichen. Wo sonst kann man heutzutage noch völlig selbstverständlich mit Pudelmütze herumlaufen? Wie ich in dieser Woche erleben durfte, sind diese Mützen aber nicht nur mollig warm.

 

Während meiner Mittagspause hat bei einer Dame der Toque als Schutzhelm gewirkt, als sie ausrutschte und kopfüber gegen ein parkendes Auto knallte. Der Anblick liess Schlimmstes befürchten, aber wie sich herausstellte, war am Kopf kein Kratzer.zu finden. Nach der ersten Hilfe war ich von der Flugeinlage immer noch schwer beeindruckt. Aber trotzdem, liebe Kinder: Nicht zu Hause nachmachen!

 

Angesichts des scharfen Windes braucht man dieser Tage neben der Mütze auch eine Gesichtsmaske. Bei offizieller "Windchill"-Warnung liegen die gefühlten Temperaturen auf der Haut schnell weit unterhalb der -30°C. So kam auf dem Arbeitsweg meine Balaclava  zum Einsatz.

Balaclava-Sturmmaske: Modisch in Schwarz.
Balaclava-Sturmmaske: Modisch in Schwarz.

Ich habe mir ein Modell mit Windstopp-Fasern zugelegt. Es wärmt NICHT, sondern hält zuverlässig den Wind ab. Und genau darum geht es mir ja auch. Zusätzlich trägt sich die Maske auch sehr angenehm auf der Haut. (Aber daheim nehme ich sie trotzdem ab.)

 

Vielerorts wurde mir zwar schon geraten, auch meine Bankgeschäfte mit Balaclava zu erledigen. Davon habe ich bisher abgesehen. Aber wer weiss, vielleicht wäre das Geldabheben dann tatsächlich besonders günstig.

Interessant war das Seminar zum Thema Konfliktbewältigung am Wochenanfang. An der Veranstaltung nahmen vier Männer und 30 (in Worten: dreissig) Frauen teil. Wenn man(n) aufmerksam zuhört, gibt es da viel Wissenswertes über die Denke der Kollegen am kanadischen Arbeitsplatz zu lernen. Unter anderem: Nur weil es einen Konflikt gibt, ist das noch lange kein Grund, dafür auch das Wort "Konflikt" zu verwenden. Gerade als Deutscher muss man in Kanada lernen, zwischen den Zeilen zu lesen.

Ein wenig enttäuscht war ich am Mittwoch, als ich zum NBA-Basketball-Spiel zwischen Toronto und Dallas ging. Ich hatte mich richtig darauf gefreut, die deutsche Basketball-Ikone mal live in Aktion zu sehen. Aber daraus wurde nichts.

 

Dirk Nowitzki war zwar im Stadion, aber die Dallas Mavericks setzten ihn gar nicht ein. Da gab es bei den Fans schon einige lange Gesichter. Vielleicht wollten die Mavericks ihren Star schonen. Den Toronto Raptors war das nur recht. Die verpassten ihren amerikanischen Gästen kurzerhand einen 93:85-Denkzettel. Ein sehr unterhaltsames Spiel, und wer will, kann darin sogar eine Moral entdecken...

 

Suchbild mit NBA-Star: Dirk Nowitzki gab den Dallas Mavericks in Toronto nur moralische Unterstützung.
Suchbild mit NBA-Star: Dirk Nowitzki gab den Dallas Mavericks in Toronto nur moralische Unterstützung.

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Mo

30

Dez

2013

Weihnachten in Eis und Schnee

Pünktlich zum Weihnachtsfest hat ein Eissturm die Stromversorgung in Ontario hart getroffen. Noch am Weihnachtsabend waren im Grossraum Toronto bis zu 150.000 Menschen ohne Strom.

Da sich so ein Stromausfall auch auf die Heizungssysteme auswirken kann, hat die Stadtverwaltung in Toronto "Warming Centres" für die Bürger eingerichtet. Und diese Angebote wurden auch genutzt. Weihnachten in den eigenen vier Wänden macht bei -14°C und Finsternis etwas weniger Spass.

 

Mich hat beeindruckt, wie selbstverständlich die Kanadier im Angesicht widriger Umstände zusammenrücken. Nachbarn unterstützen einander, Kollegen bieten einander Obdach, Freunde verbringen Weihnachten gemeinsam. 

Ich wurde über die Feiertage geradezu von einer Familie "adoptiert". Aus dem geplanten Besuch am Weihnachtsabend entwickelte sich schließlich eine zweitägige Feier. Da wurde einfach

Weihnachten in Kanada: Hat auch jeder seinen Strumpf aufgehängt?

ein zusätzlicher Strumpf an den Kamin gehängt - und schon gehörte ich zur Familie ;-)

 

"Völlig selbstlos" habe ich natürlich dabei geholfen, den Truthahn zu vertilgen, der am ersten Weihnachtstag auf den Mittagstisch kam. Der Vogel wurde nämlich einfach nicht weniger. Trotz all unserer Anstrengungen gab es noch zum Frühstück am zweiten Feiertag etwas Truthahn auf den Teller.

 

Ich habe auch etwas Wichtiges gelernt: Ob nun zum Eierlikör, als Soßen-Grundlage oder selbstverständlich pur im Glas - Irischer Whiskey passt immer! Lediglich beim irischen Plum Pudding war er nicht am Start. Dieses Dessert zwar etwas gewöhnungsbedürftig, da es eher 

Idylle mit Weihnachtsbaum

einem in Rum getränkten Rosinenkuchen ähnelt. Aber: Lecker! Fachgerecht wird das Ganze zum Servieren mit brennendem Brandy übergossen - ein bisschen Spass muss sein...

 

So haben wir gemeinsam ein wunderbares Weihnachtsfest erlebt. Wir hatten es warm, wir hatten Strom, wir hatten nette Gesellschaft - so etwas lernt man echt zu schätzen. Und Geschenke gab's ja auch noch! Da ist mir der Abschied nach zwei Tagen schon ein wenig schwergefallen. Aber man ist ja nicht aus der Welt.

 

Morgen wird die Neujahrsnacht mit -10°C wohl vergleichsweise mild ausfallen. Ob ich mir das städtische Feuerwerk ansehe, ist aber fraglich (Die Erklärung dazu gibt es in einigen Tagen auf der Land & Leute-Seite ;-).

 

In jedem Fall wünsche ich allen von hier aus ein entspanntes und frohes neues Jahr!

 

P.S.: Der Journalist EJ Schamburek hat in den letzten Tagen einige sehr schöne Fotos gemacht. Sein Kanada-Blog ist auf jeden Fall einen Blick Wert. Hier geht's zu EJ's Seite.

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So

01

Dez

2013

Frohen ersten Advent!

Sind die Lichter angezündet...

Nun hat die Weihnachtszeit auch offiziell in Toronto Einzug gehalten. Downsview Park im Norden der Stadt gibt einen kleinen Vorgeschmack auf die Dinge, die da noch kommen werden. Wenn nämlich auch noch die ganzen Vorgärten geschmückt sind, ist es dank der ganzen Lichterspiele auch nachts taghell.

 

In dieser Hinsicht unterscheidet man sich hier kaum von den USA. Nun gut, bis auf Details wie den winkenden Bieber vielleicht, den man im Hintergrund des Videos sehen kann ;-)

Gestern gab es im Downsview Park eine tolle Film-Präsentation in der Kletterhalle. In atemberaubenden Aufnahmen wurde großer Sport an Kletterfelsen in Kanada und anderswo gezeigt. Was dort einige Athleten vorführten, war stellenweise Felsklettern jenseits der Vorstellungskraft. Inspiration für Jung und Alt.

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Do

21

Nov

2013

Mittagspause mit Nobelpreisträger

Endlich mal wieder gute Nachrichten aus Toronto: Während unser Bürgermeister ständig wegen Koks-Exzessen in der Presse ist, schafft die Provinz Ontario beinahe unbemerkt ihre Kohlekraftwerke ab. Go green! Auf der Feierstunde in der City hat Nobelpreisträger Al Gore bei seiner Festrede dann alle Register gezogen. Jubel und Szenenapplaus - Das ist man als Deutscher von Politiker-Reden einfach nicht gewöhnt ;-)

Di

05

Nov

2013

Paddler überlebt drei Monate in der kanadischen Wildnis

Unfassbar, aber wahr: Nachdem durch einen Bärenangriff nahezu seine gesamte Ausrüstung verloren gegangen war, hielt der Mann fast drei Monate durch, bevor er heute endlich gerettet wurde.

Paddler sind eben doch die härtesten Typen auf diesem Planeten ;-)

 

Trotz allem, was zu Beginn seines Trips schief ging, hat der Mann aber auch entscheidende Dinge richtig gemacht. Lebensrettend: Er hat seiner Familie vor der Abreise Route und  Zeitplan seines Trips mitgeteilt!

 

Den Zeitungsbericht zur Geschichte gibt es hier

 

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So

13

Okt

2013

Der Tag des Truthahns

Kommt es mir nur so vor, oder rückt das kanadische Thanksgiving im Kalender immer weiter nach vorne? 2013 geht es dem Truthahn dieses Wochenende an den Kragen.

An der obligatorischen Völlerei kommt man fast nicht vorbei. Als Quasi-Kompromiss habe ich mit Freunden allerdings auf Turkey-Burger umgestellt. Das war auch sehr lecker, aber wenigstens konnten wir uns nach dem Essen noch bewegen ;-)

 

Wenn zum Feiertags-Schmaus die ganze Familie anrückt, ist das natürlich einerseits schön, andererseits natürlich ein Riesen-Aufwand für die Gastgeber. Dafür hat das kanadische Universal-Genie Red Green eine pragmatische Lösung parat: Man lädt sich einfach selbst bei den Verwandten ein und verspricht im Gegenzug, das Festessen zuzubereiten.

 

Wie man das zeitsparend hinbekommt, ist hier zu sehen :-)

 

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