Der Westen Nova Scotias: Digby, Annapolis Royal, Peggy's Cove und Lunenburg


Nur wenige Kilometer westlich von Halifax liegen mit Peggy's Cove und Lunenburg tolle Ausflugsziele für Nova Scotia-Besucher. Aber auch darüber hinaus gibt es viel zu sehen.


Der Leuchtturm von Peggy's Cove in Nova Scotia.
Der Leuchtturm von Peggy's Cove in Nova Scotia.

Digby und Annapolis Royal: Besuch im Westen Nova Scotias

Auch westlich von Halifax gibt es für Nova Scotia-Besucher einiges zu sehen. Ich kam auf meiner Tour mit der Fähre aus New Brunswick in Digby an. Die Ortschaft beherbergt eine

Klare kulinarische Ansage in Digby: Meer als Seafood findet hier nicht statt ;-)
Klare kulinarische Ansage in Digby: Meer als Seafood findet hier nicht statt ;-)

grosse Fischereiflotte und ist daher für allerlei "Seafood", vor allem aber für die Digby Scallops bekannt.


Touristisch gesehen ist Digby nicht besonders erschlossen: Entlang der Hauptstrasse gibt es ein Fischrestaurant nach dem anderen, aber nicht eine einzige Kneipe?!


Natur gibt es aber trotzdem, zum Beispiel an der lang gestreckten Halbinsel Digby Neck. Ich bin von Digby aus nach Annapolis Royal gefahren. Diese Kleinstadt ist von historischer Bedeutung und hat einige schöne alte Häuser zu bieten. Im Stadtkern befindet sich auch das kleine Fort Anne. Wer dort reinschaut, sollte auf jeden Fall einen Blick auf die vier handgeknüpften Wandteppiche werfen, welche die Stadtgeschichte erzählen.


Port Royal - Französischer Handelsposten aus dem 17. Jahrhundert

Eine echte kleine Zeitreise kann man in Port Royal unternehmen. Wenige Kilometer ausserhalb von Annapolis Royal befindet sich nämlich der originalgetreue Nachbau einer Handelsstation.

Blick in den Innenhof von Port Royal: Hier ist nahezu alles aus Holz gebaut.
Blick in den Innenhof von Port Royal: Hier ist nahezu alles aus Holz gebaut.

Hier lebten dereinst auf engstem Raum französische Händler in der Wildnis und tauschten Waren mit den Ureinwohnern. Wie dieser Alltag aussah, kann man hier gut sehen:

 

Alle Gebäude und Räume sind begehbar und vollgestopft mit historischen Requisiten. Wer Interesse an Geschichte hat, ist hier genau richtig. Heimwerker können sich in Port Royal ebenfalls inspirieren lassen, denn in dem Gebäudekomplex bekommt man eine Ahnung davon, was man nicht alles aus Holz bauen kann.

Paddeln, radeln oder wandern im Kejimkujik National Park


Südlich von Annapolis Royal liegt im Landesinneren der Kejimkujik National Park. Ähnlich wie der Cape Breton Highlands National Park erstreckt sich dieses Naturschutzgebiet über eine

Kajak in Nova Scotia: Die Fluss-Landschaft im Kejimkujik National Park lädt zum Paddeln ein.
Kajak in Nova Scotia: Die Fluss-Landschaft im Kejimkujik National Park lädt zum Paddeln ein.

riesige Fläche, allerdings ist das Gelände viel flacher.


Der Park wird geprägt von einer dicht bewaldeten Fluss- und Seen-Landschaft. Obwohl es zahlreiche Wanderpfade gibt, sind viele Orte im Park nur per Kanu oder Kajak zu erreichen. Dadurch wird Kejimkujik zu einer guten Adresse für Paddler.


Die Park Ranger haben ausserdem ein sehr interessantes Informationsprogramm am Start. In diesem Sommer wird beispielsweise mit "natürlichen Zutaten" ein echtes Kanu gebaut. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen, aber wer möchte, kann miterleben, wie die Ureinwohner dereinst aus Birkenholz ihre Boote herstellten.


Lunenburg: Segelschiffe und alte Häuser

Vom Kejimkujik National Park führte mich mein Weg nach Lunenburg. In dieser kleinen, aber wirklich hübschen Stadt hatte ich mir eine Unterkunft in der Nähe der Spaziermeile gesucht.

Heimatgefühle in Nova Scotia.
Heimatgefühle in Nova Scotia.

So konnte ich entspannt durch die Innenstadt schlendern und die zahlreichen, gut gepflegten alten Häuser bestaunen.


Im Hafen gab es gleich mehrere Segelschiffe zu bestaunen. Je nach Lust und Laune konnte man das entspannt von der Terrasse eines der zahlreichen Restaurants aus tun oder aus nächster Nähe.


Auch wenn ein Nachmittag im Ort völlig ausreicht, um alles zu sehen, sollte man Lunenburg trotzdem unbedingt mit auf die Reiseroute setzen. Hier ist es ruhig, aber schön.


Peggy's Cove: Viel Betrieb rund um den Leuchtturm

 

Ein weiteres unumgängliches Reiseziel ist der meist-fotografierte Leuchtturm Nova Scotias. Nur knappe 40 Kilometer von Halifax entfernt liegt Peggy's Cove. Rechtzeitiges Erscheinen sichert

Touristen klettern auf den Felsen von Peggy's Cove.
Touristen klettern auf den Felsen von Peggy's Cove.

gute Plätze, denn spätestens gegen 11:00 Uhr erreichen die Reisebusse aus Halifax das kleine Dörfchen. Dann werden nicht nur die Parkplätze knapp, sondern es turnen auch unzählige Personen auf den Felsen herum.

 

Wer da auf einem Foto einsame Romantik einfangen will, hat schlechte Karten. Man kann sich zwar rund um den Turm frei bewegen und ein anderes Motiv suchen, aber den Verstand sollte man dabei nie abstellen. Immer wieder mal stiefelt ein Tourist zu dicht am Wasser herum und wird dann von den Klippen gespült. Eine

 


Rettung muss dann wegen der glatten Felsen und der starken Strömung fast immer vom Wasser aus erfolgen. Also lieber vernünftig bleiben, dann hat man schönere Erinnerungen an den Urlaub.


Urlaub in Nova Scotia: Uferblick in Fort Anne in Annapolis Royal.
Urlaub in Nova Scotia: Uferblick in Fort Anne in Annapolis Royal.

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